Hauptstadt der Freundlichkeit

Zahlreiche Studien belegen: Wenn wir zu anderen freundlich sind, löst das nicht nur in unserem Gegenüber Glücksgefühle aus, sondern auch in uns selbst. Wer freundlich ist, lebt leichter!

Freundlichkeit und Wertschätzung sind enorm wichtige Faktoren im Zusammenleben. Sie stärken die Bindung der Menschen untereinander. Doch viel zu selten zeigen wir unsere Wertschätzung und Anerkennung. All das ist ja nicht sonderlich schwer, wir tun es nur zu selten.

Woran liegt das? Hindern uns die Zweifel an der eigenen Kompetenz daran? Gehen wir stillschweigend davon aus, dass unser Gegenüber unsere Dankbarkeit schon erahnen wird? Haben wir gar Angst, dass wir als inkompetent oder peinlich empfunden werden, wenn wir unsere Wertschätzung offen äußern? Oder unterschätzen wir die positive Wirkung unserer Freundlichkeit, wo wir doch selbst gerne wahrgenommen und gelobt werden wollen?

„Münster – Hauptstadt der Freundlichkeit” versteht sich als Bewegung von Menschen aller Bevölkerungsgruppen, die Partei ergreifen für Freundlichkeit und Mitgefühl, weil diese wunderbaren Eigenschaften geschützt, gepflegt und angewandt werden wollen. Nur so stärken wir auch künftig unser soziales Miteinander.

Wir müssen Menschen bei ihrem Menschsein erwischen

Richard David Precht

Die „Hauptstadt der Freundlichkeit” ist so etwas wie ein Experiment mit den Bewohnern einer ganzen Stadt, um herauszufinden, wie sich das öffentliche Leben ändert, wenn sich Schüler und Lehrer, Studierende und Senioren, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Radfahrer und Autofahrer eine Woche lang gelassener verhalten und mehr aufeinander zugehen.  

Den vorläufigen Höhepunkt bildet die „Woche der Freundlichkeit” vom 18. bis 24.11. in diesen Tagen geht es darum, etwas Sonnenschein in trüber Novemberzeit in Form kleiner Gesten zu verschenken (neudeutsch ”random acts of kindness”), spontan oder geplant, gezielt oder ungezielt, stets nach dem Motto „Schockiere die Welt mit Freundlichkeit!” 

Schauen, wie es dem Sitznachbarn im Bus geht, sich fragen, ob der Obdachlose ein Gespräch nötiger hat als den täglichen Euro, ob die Rentnerin nebenan Hilfe braucht. Etwas geben, ohne etwas zu erwarten. Den anderen fair, freundlich und mit Sympathie behandeln, ihm zuhören, auf ihn eingehen.

Denn das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die für uns einsteht, stellt sich nur dann ein, wenn auch wir für sie einstehen. Das heißt auch, dem raschen Reflex zu widerstehen, der Feindschaft, der Verachtung, den Hang zum schnellen Urteil. 

Der Hass ist lauter geworden, und die Freundlichkeit ist noch viel zu leise. Münster, die Hauptstadt der Freundlichkeit, will das ändern.

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